Ziele des nutriCARD-Clusters

Der Kompetenzcluster nutriCARD wird durch das BMBF im Rahmen der Fördermaßnahme „Kompetenzcluster der Ernährungsforschung“ als einer von vier Clustern in Deutschland gefördert und hat im Mai 2015 offiziell seine Arbeit aufgenommen. nutriCARD bündelt und koordiniert die Forschungsaktivitäten der Universitäten Halle, Jena und Leipzig in den Bereichen Ernährungswissenschaften, Biomedizin und kardiovaskuläre Gesundheit. Der Cluster wird außerdem durch Expertisen aus der Wirtschaft, Informatik, Kommunikations- und Verhaltenswissenschaften ergänzt.

Die übergeordneten nutriCARD-Ziele sind:

  1. Entwicklung und Vermarktung herzgesünderer Lebensmittel mit reduziertem Gehalt an Fett, insbesondere gesättigten Fettsäuren, und Salz
  2. Beiträge zur Aufklärung des Krankheitsprozesses und von Mechanismen zur Modifikation der Entstehung und des Verlaufs von kardiovaskulären Erkrankungen (KVE) anhand von Zell- und Tiermodellen sowie Interventionsstudien am Menschen unter besonderer Berücksichtigung von Gen-Nährstoff-Interaktionen und deren Beitrag zur Entstehung von KVE (Untersuchung in Kohortenstudien)
  3. Entwicklung innovativer Konzepte und Strategien zur verbesserten Kommunikation zur Umsetzung eines gesunden Ernährungsverhaltens in der breiten Bevölkerung

 

Struktur des nutriCARD-Clusters

Mit der Zielstellung die kardiovaskuläre Gesundheit in der Bevölkerung nachhaltig zu verbessern, setzt nutriCARD auf einen translationalen Ansatz durch eine gezielte Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen, weiteren akademischen Forschungseinrichtungen, der Lebensmittelindustrie sowie den Experten aus dem Bereich der Verhaltens- und Kommunikationswissenschaften.

Der Aufbau einer spezifischen F&E-Infrastruktur bestehend aus Koordinator, Steuerungsgremium, Geschäftsstelle und Innovationsbüro ermöglicht eine effiziente Nutzung bestehender Strukturen durch intensivere Kollaborationen und Schaffung von Synergien mit dem übergeordneten Ziel der Etablierung eines gemeinsamen mitteldeutschen Zentrums für Ernährungsforschung sowie dem Aufbau einer Ideenschmiede zur Umsetzung von innovativen und international wettbewerbsfähigen F&E-Aktivitäten.

Das nutriCARD-Steuerungsgremium wird jeweils durch einen Sprecher der beteiligten Universitäten (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Friedrich-Schiller-Universität Jena sowie Universität Leipzig) vertreten. Die Projektkoordination erfolgt vom Standort Jena.

Die nutriCARD-Geschäftsstelle am Standort Jena ist die zentrale Einheit für die Forschungs- und Projektkoordination des nutriCARD-Clusters. Gleichzeitig ist sie die Schnittstelle für den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse sowie den Informationen zu den innovativen Lebensmitteln, Ernährungskonzepten und -strategien zur Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen u.a. in die Öffentlichkeit.

Ein strukturiertes Graduiertenprogramm als begleitende Maßnahme zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Bereich der Lebensmittel- und Ernährungsforschung wird von der Geschäftsstelle getragen. In regelmäßig stattfindenden Seminaren und Workshops werden die WissenschaftlerInnen in Ihrem Forschungsgebiet sowie fachübergreifend geschult.  

Das nutriCARD-Innovationsbüro am Standort Halle/Saale sorgt für den Austausch und die Zusammenarbeit sowie den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Es forciert den intensiven Austausch der kleinen und mittelständischen Unternehmen aus dem Lebensmittelsektor der Region mit den Forschungseinrichtungen, indem es dabei unterstützt innovative Ideen zur Entwicklung, Validierung und Markteinführung von (herz)gesünderen Lebensmitteln zu konkretisieren und zur Marktreife zu führen. In diesem Prozess der Ideenentwicklung und Drittmittelbeantragung steht das Innovationsbüro den Unternehmen unterstützend zur Seite. Regelmäßige Workshops zu relevanten Themen der Ernährungswirtschaft werden vom Innovationsbüro initiiert.